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Datum

Fr / 27. Feb
19:30
Mit Anmeldung
TSD Habarta 124 Szenenbild Aus Der Neunhüter 1996 Museen Der Stadt Landshut Foto Harry Zdera
Phantastische WeltenJan Walter Habarta

Kurzfilmprogramm

Regie: Jan Walter Habarta, BRD 1972 bis D 1997, ca. 90 min

Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung zeigt das DIAF eine Auswahl von Produktionen des Landshuter Trickfilmers Jan Walter Habarta (1927–1998). Für erwachsene Zuschauer schuf der gebürtige Schlesier surreale Kurzfilme, für Kinder zahlreiche Episoden der ZDF-Serie Rappelkiste.

  • Moderation: Max Tewes, Ausstellungskurator, Landshut
  • Eintritt 7 €
  • Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)
So / 8. Mär
20:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Das Bild zeigt ein schwarz-weißes Foto, auf dem ein Mann in einem Sessel sitzt, während ein Kind ihm scheinbar spielerisch an Nase und Bart zieht. Der Hintergrund deutet auf eine häusliche Umgebung hin.
MY BOY

Stummfilm mit Live-Musik

Regie: Albert Austin & Victor Heerman, USA 1921, Musik (UA): Matthias Hirth (Piano & Elektronik); Beate Hoffmann (Cello)

Mit »MY BOY« zeigt sich Jackie Coogan, der erste große Kinderstar der Filmgeschichte, in einer seiner frühesten Rollen. Entdeckt von Charlie Chaplin und im selben Jahr durch »The Kid« weltberühmt geworden, verkörpert Coogan hier einen kleinen Waisenjungen, der auf der Überfahrt in die »Neue Welt« seine Mutter verliert. Halt findet er bei einem alten Seemann – eine fragile Ersatzfamilie entsteht, geprägt von Fürsorge, Verlustangst und stiller Zuneigung. Die Tragikomödie erzählt ihre Geschichte mit großer Zurückhaltung: klare Bildkompositionen, präzise Gesten und ein sensibles Spiel ersetzen jedes melodramatische Pathos. Gerade diese Schlichtheit verleiht dem Film seine nachhaltige emotionale Intensität.

  • Eintritt 10 €, ermäßigt 9 €
  • Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)
Mo / 9. Mär
20:00
KI generiert: Das Bild zeigt eine Frau im Mittelpunkt, die von zwei Männern umgeben ist. Einer der Männer küßt die Frau auf ihre Wange, während sie einen leicht überraschten Gesichtsausdruck zeigt.
Die Büchse der Pandora

Stummfilm im Kino im Kasten

Regie: Georg Wilhelm Pabst, Deutschland 1929, Musik: Richard Siedhoff (Piano), Mykita Sierov (Oboe)

Eine Kooperation mit Kino im Kasten

G.W. Pabsts Stummfilm »Die Büchse der Pandora« gilt als Meilenstein des Weimarer Kinos und revolutionierte das Frauenbild seiner Zeit. Im Zentrum steht Louise Brooks als Lulu, eine verführerische und amoralische Femme fatale, die mit ihrer freien und ungebundenen Art alle sozialen Normen sprengt. Lulu verkörpert die »neue Frau« – unabhängig, selbstbewusst und gefährlich zugleich. Sie zieht Männer und Frauen gleichermaßen in ihren Bann, während sich um sie eine Spirale aus Begehren und Zerstörung schließt. Pabsts Film beeindruckt durch seine psychologische Tiefe, moderne Bildgestaltung und eine radikale Offenheit für moralische Ambivalenzen.

  • Kino im Kasten
    August-Bebel-Straße 20
    01219 Dresden
Di / 10. Mär
20:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Das Bild zeigt ein historisch anmutendes Paar in einem Schwarz-Weiß-Stil, wobei der Mann einen Degen hält und die Frau sich an ihn lehnt. Beide tragen Kostüme, die an eine vergangene Epoche erinnern, möglicherweise aus einem Theaterstück oder Film.
The Black Pirate

Stummfilm mit Erzähler

Regie: Albert Parker, USA 1926
Stummfilmerzähler: Ralph Turnheim

Douglas Fairbanks spielt in diesem Abenteuerfilm einen charismatischen Helden zwischen Rache und Ehre. Als Pirat tarnt er sich unter Gesetzlosen, um den Tod seines Vaters zu rächen. »The Black Pirate« begeistert mit rasanter Action, spektakulären Stunts und einer für diese Zeit außergewöhnlichen Zweifarben-Technicolor-Optik, die dem Schwarz-Weiß-Genre völlig neue visuelle Dimensionen eröffnete. Neben der Abenteuergeschichte entfaltet sich ein klassisches Drama um Loyalität, Verrat und Gerechtigkeit. Leinwand-Lyriker Ralph Turnheim kommentiert das Geschehen live und verbindet Humor, Spannung und sprachliche Virtuosität zu einer ganz eigenen Form der Stummfilmaufführung.

  • Eintritt 10 €, ermäßigt 9 €
  • Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)
Mi / 11. Mär
19:00
Mit Anmeldung
Frau Im Mond NEU
Frau im Mond

Stummfilm im Kulturpalast

Regie: Fritz Lang, Deutschland 1929, Musik: Cameron Carpenter (Orgel)

Eine Kooperation mit der Dresdner Philharmonie

Eine Reise zum Mond – schon 1929 wagte Fritz Lang mit »Frau im Mond« einen visionären Blick in die Zukunft. Der Stummfilm, basierend auf einem Drehbuch von Thea von Harbou, gilt als einer der ersten ernsthaften Science-Fiction-Filme. Mit wissenschaftlicher Präzision und fantastischen Elementen erzählt er von einer ehrgeizigen Mondexpedition, die zugleich von Gier und Verrat überschattet wird.
Langs Innovationsgeist zeigt sich nicht nur in den beeindruckenden Spezialeffekten und der Einführung des heute ikonischen Countdowns vor dem Raketenstart, sondern auch in seiner präzisen Darstellung von Raumfahrttechnologie – damals bahnbrechend und erstaunlich vorausschauend.

  • Kulturpalast
    Schloßstraße 2 (Eingang Altmarkt) 
    01067 Dresden
  • Reservierung auf www.dresdnerphilharmonie.de
Do / 12. Mär
20:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Ein Mann mit Kopfhörern spielt konzentriert auf einem Keyboard. Die Szene ist in Schwarz-Weiß gehalten und der Fokus liegt auf dem spielenden Musiker.
Blind Date

Überraschungsfilm mit improvisierter Live-Vertonung

Musik: Andreas »Scotty« Böttcher (Piano)

Überraschungsfilm mit improvisierter Live-Vertonung

Welcher Film an diesem Abend gezeigt wird, bleibt bis kurz vor Beginn geheim. Sicher ist nur: Im Mittelpunkt steht ein Werk mit starkem dramatischem Kern. Der Jazzpianist Andreas »Scotty« Böttcher vertont den Film spontan und improvisierend und reagiert unmittelbar auf Handlung, Stimmungen und Bildrhythmen. So entsteht ein einzigartiger Dialog zwischen Leinwand und Musik, der jede Aufführung unwiederholbar macht. Ein Abend voller Risiko, Intuition und intensiver Emotionen – für Publikum und Musiker gleichermaßen.

  • Eintritt 10 €, ermäßigt 9 €
  • Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)
Fr / 13. Mär
20:00
KI generiert: Das Bild zeigt drei Personen, die um einen Tisch mit einer Lampe in der Mitte versammelt sind, wobei zwei Männer sich angeregt unterhalten und die Frau in der Mitte steht und zusieht. Die Szene wirkt dramatisch mit einem Fokus auf Interaktion und Spannung zwischen den Charakteren.
Die Buddenbrooks

Stummfilm in der Versöhnungskirche Striesen

Regie: Gerhard Lamprecht, Deutschland 1923, Musik: Michael Vetter (Orgel)

Eine Kooperation mit der Kirchgemeinde Dresden-Blasewitz.

Eine epische Verfilmung des Familienromans »Die Buddenbrooks« von Thomas Mann erzählt den Aufstieg und Niedergang einer wohlhabenden Lübecker Kaufmannsfamilie über mehrere Generationen. Mit großem Aufwand inszeniert, zeichnet der Regisseur Gerhard Lamprecht ein eindrucksvolles Bild des 19. Jahrhunderts und der gesellschaftlichen Umbrüche, die das traditionsbewusste Bürgertum erschüttern. Stilistisch verbindet der Film realistische Milieuschilderung mit expressiven Momenten und gilt als einer der ambitioniertesten deutschen Literaturverfilmungen der Weimarer Zeit.

  • Versöhnungskirche Striesen
    Schandauer Straße 35
    01277 Dresden
  • Eintritt 10 € (Abendkasse)
     
Sa / 14. Mär
20:00
KI generiert: Ein Mann mit einem auffälligen Schnurrbart hält ein Glas Champagner hoch und scheint erfreut zu sein. Der Ausdruck in seinem Gesicht deutet auf Genuss und Zufriedenheit hin.
Der letzte Mann

Stummfilm in der Kulturkirche Dresden Trachenberge

Regie: F. W. Murnau, Deutschland 1924
Musik: Matthias Hirth (Live-Soundtrack)

Eine Kooperation mit der Kulturkirche Weinberg Dresden Trachenberge e. V.

F. W. Murnaus Meisterwerk »Der letzte Mann« erzählt vom sozialen Abstieg eines stolzen Hotelportiers, der durch den Verlust seiner Stellung seiner gesellschaftlichen Identität beraubt wird und daran zerbricht. Dieser Prozess wird durch eine radikal subjektive Bildsprache vermittelt, die die innere Perspektive der Hauptfigur unmittelbar erfahrbar macht. Eine zentrale Innovation stellt die sogenannte »entfesselte Kamera« dar: Sie löst sich vom starren Stativ, bewegt sich frei durch Hotelflure, Treppenhäuser und Räume und folgt der Figur auf dynamische Weise, wodurch der innere Zustand des Portiers in Bewegung, Perspektive und Rhythmus übersetzt wird.

  • Weinbergskirche
    Albert-Hensel-Straße 3
    01129 Dresden
  • Eintritt 15 €, ermäßigt 12 € (Abendkasse)
So / 15. Mär
10:00
PrinzenAchmed Neu
Thementag Animationsfilm

Zum 100. Jahrestag der Uraufführung von »Die Abenteuer des Prinzen Achmed« von Lotte Reiniger

Die Virtuosin des Scherenschnitts Lotte Reiniger (1899 - 1981) war eine der ersten Frauen des Animationsfilms. »Die Abenteuer des Prinzen Achmed« mit Motiven der Märchen aus Tausendundeiner Nacht war nicht nur der erste vollständig animierte Langfilm, sondern auch ein künstlerischer und technischer Meilenstein und verzaubern noch heute.

Thementag mit Trickfilmworkshop, Filmgespräch & Familienkonzert (ab 8 Jahren)

  • 10:00 – 13:00 / Trickfilmworkshop
  • 15:00 / Filmgespräch zu »Die Abenteuer des Prinzen Achmed« und dem Schaffen von Lotte Reiniger
  • 16:00 / Die Abenteuer des Prinzen Achmed

Alle Angebote sind im Museumseintritt enthalten. Bitte melden Sie sich am Veranstaltungstag an der Kasse, wenn Sie teilnehmen möchten.

Do / 19. Mär
19:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Das Bild zeigt eine Reihe von Holztheatersitzen mit blauen Polstern, wobei einer der Sitzplätze mit der Nummer 4 gekennzeichnet ist. Die Sitze sind in einer Reihe angeordnet und wirken klassisch und gepflegt.
Jüdisches Leben im deutschen Film nach 1945ein kritischer Überblick

Kleine Filmakademie im Museumskino Ernemann VII B

Die Filmakademie untersucht Darstellungen jüdischen Lebens im deutschen Film nach 1945. Im Rahmen des Einführungsvortrages werden die politischen und ideologischen Kontexte der Entstehungszeit der ausgewählten Filme und die jeweiligen Geschichts-narrative erläutert, und zwar für die unmittelbare Nachkriegszeit (1945-49), für die DDR, die BRD und für die Zeit nach der Wiedervereinigung. 

Dabei geht es weniger um eine einheitliche »jüdische Identität« als um historisch wechselnde Zuschreibungen und Sichtbarkeiten, die jeweils im Spannungsfeld von Erinnerungspolitik, Schuldabwehr, Staatsideologie und gesellschaftlicher Selbstvergewisserung entstanden sind. Die ausgewählten und vorgestellten Filme zeigen jüdische Figuren nicht nur als Individuen, sondern auch als Projektionsflächen der jeweiligen gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Verfolgung und Nachgeschichte.

  • Vortrag mit zahlreichen Filmbeispielen von Dr. Karsten Fritz und Markus Jüngling
  • Eintritt 3 €
  • Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)
Do / 19. Mär
20:30
Mit Anmeldung
KI generiert: Ein Mann hält eine Frau in seinen Armen und küsst sie sanft auf die Stirn. Die Szene wirkt emotional und intim, als ob sie in einem dramatischen Moment aus einem Film stammen könnte.
Ehe im Schatten

Museumskino Ernemann VII B

Regie: Kurt Maetzig, Dt. 1946, 104´, Darsteller: Paul Klinger, Ilse Steppat u.a.

Der berühmte Schauspieler Hans Wieland heiratet die Jüdin Elisabeth Maurer. Nach der Machtübernahme der Nazis wird ihre Ehe zunehmend zum Ziel von Ausgrenzung und Hetze. Maetzigs erster Spielfilm, ein Meilenstein des deutschen Nachkriegskinos, erzählt ergreifend von der unmöglichen Liebe im Nationalsozialismus, beruflicher Opportunität und dem moralischen Versagen einer Gesellschaft, die sich abwendet. Ein Appell für Menschlichkeit.

  • Eintritt 7 €
  • Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)
Do / 26. Mär
19:30
Mit Anmeldung
KI generiert: Zwei ältere Männer in Anzügen schauen sich gemeinsam ein kleines Buch an. Sie scheinen konzentriert und interessiert zu sein.
Der Ruf

Museumskino Ernemann VII B

Regie: Josef von Baky, BRD, 1949, 104´, Darsteller: Fritz Kortner, Rosemarie Murphy u.a.

Der emigrierte jüdische Philosoph Professor Mauthner erhält einen Ruf an eine deutsche Universität und kehrt voller Ideale zurück. Doch er stößt auf Ablehnung, Misstrauen und verdeckten Antisemitismus. Der Film, mit Fritz Kortner in der Hauptrolle, ist ein Schlüsselwerk der Nachkriegszeit. Er seziert die gespaltene Haltung der Deutschen und die immense Kluft zwischen denen, die blieben, und denen, die gehen mussten.

  • Eintritt 7 €
  • Reservierung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)