Animation scheint in der heutigen Zeit allgegenwärtig zu sein. Dies umso mehr, da moderne Computer passgenaue Bilder für jeden Zweck und jede Gelegenheit liefern – in der Werbung, in der Unterhaltung, für Kinder. Die DIAF-Dauerausstellung führt zurück in eine Zeit, als es noch Hände waren, die Puppen bewegten, Silhouetten verschoben und unzählige Zeichenfolien auf den Tricktisch legten. Sie demonstriert anhand ausgewählter Exponate, wie Animationsfilme in den klassischen Techniken Puppentrick, Legetrick, Silhouettentrick oder Zeichentrick entstanden.


Die meisten Objekte stammen aus dem DEFA-Studio für Trickfilme Dresden, dessen künstlerisches Erbe das DIAF bewahrt und vermittelt. Dabei treffen die Ausstellungsgäste »alte Bekannte« wieder wie »Die Weihnachtsgans Auguste«, »Hirsch Heinrich« oder das Teufelchen, das einst für »Alarm im Kasperletheater« sorgte. Zu den vorgestellten Archivschätzen des DIAF gehören aber auch Objekte anderer deutscher Studios – etwa originale Figuren aus den Sandmännchen-Sendungen von Ost und West. Ergänzt wird die kleine Schau durch die Präsentation von Geräten, die für gutes Bild und guten Ton im Animationsfilm sorgten.

In regelmäßigen Sonderausstellungen präsentiert das DIAF am gleichen Ort Positionen des historischen wie auch des zeitgenössischen nationalen und internationalen Animationsfilms.
Termine zur Ausstellung

Durch die Nacht mit Wanda Wandalis und die Krossen Kerle
Filmabend des Deutschen Instituts für Animationsfilm
R: Pachet Fulmen, D 2024, Realfilm mit Animationsteilen, 73 Min.
Die düstere feministische Superheldin »Wanda Wandalis« streift durch das nächtliche Hamburg und erobert sich Männerdomänen zurück. Begleitet wird sie vom legendären Dietrich Kuhlbrodt – Oberstaatsanwalt a. D., Nazijäger, Schlingensief-Schauspieler und vieles mehr – sowie Musiker*innen und Künstler*innen, die den Bummel immer wieder in Musikvideos verwandeln.
»Eine anarchistische Nummernshow, bei der ständig Animationen von Fulmens Zeichnungen über das Bild tanzen« – so beschreibt taz-Autor Wilfried Hippen den hybriden Langfilm der Hamburger Künstlerin Pachet Fulmen. Ein Teil der animierten Sequenzen entstand in Dresden, als die »ästhetische Grenzüberschreiterin« 2023 Artist in Residence des DIAF war.
Die Multimediakünstlerin Pachet Fulmen stellt in ihren Ölbildern, Installationen, Performances und Kurzfilmen ästhetische Standards in Frage und bietet kontrovers diskutierbare Schauplätze für aktuelle Debatten zu sexualisierter Macht, Geschlechterrollen und Religion.
Die Regisseurin wird anwesend sein.

