Die Technischen Sammlungen Dresden sind derzeit für eine energetische Sanierung geschlossen. Ein Interimsangebot eröffnet im Mai 2027 im Landhaus am Pirnaischen Platz.
Vielfalt zeigen,
Bildung erleben

Bau & Ausblick

Energetische Sanierung, Garten der Wissenschaften & Museum der Zukunft

Der denkmalgeschützte Ernemann-Bau in Striesen wird ab November 2026 energetisch saniert. Dafür muss das Museum für Besucherinnen und Besucher schließen. Teile der interaktiven Science-Center-Angebote sind ab Mai 2027 in den Sonderausstellungsräumen des Stadtmuseums im Landhaus am Pirnaischen Platz zu erleben. Die Sanierung soll bis Herbst 2029 abgeschlossen sein.

Nach der Bauzeit kehren die Technischen Sammlungen in das Industriedenkmal an der Schandauer Straße zurück.

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Energetische Sanierung

Ein wichtiger erster Schritt 

Der Ernemannbau wird denkmalgerecht und energetisch saniert. Die Baumaßnahmen sichern das historische Gebäude, verbessern seine energetische Bilanz und schaffen wichtige Voraussetzungen für den zukünftigen Museumsbetrieb. Während der Sanierung bleiben die Technischen Sammlungen Dresden als Institution aktiv und arbeiten an ihrer Weiterentwicklung.

  • Ab November werden zunächst die Flucht- und Rettungswege im Gebäude gesichert. Im ersten Quartal 2027 beginnen die Arbeiten im Innenhof. Dafür wird die bestehende Hofkellerdecke vollständig zurückgebaut und eine Baustellenzufahrt von der Junghansstraße aus eingerichtet. Diese Arbeiten sollen bis Juli 2027 abgeschlossen sein.
  • Anschließend folgen die energetische Sanierung und die weiteren Arbeiten am Gebäude. Im Detail sind rund 2300 Quadratmeter Dachfläche und 1400 Quadratmeter Fassadenfläche sowie die Türen und rund 600 Fenster denkmalgerecht zu sanieren bzw. zu erneuern. Auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ist vorgesehen.
  • Der 48 Meter hohe Turm bekommt einen zweiten Fluchtweg. Weiterhin wird die Brandmeldeanlage erneuert und die Sicherheitsbeleuchtung instandgesetzt.

Doch die Sanierung ist erst der Anfang: Damit die Technischen Sammlungen auch inhaltlich und räumlich fit für die Zukunft werden, müssen der Innenhof, Infrastruktur, Ausstellungen, Labore und Werkstätten ebenfalls erneuert werden. Für diese nächsten Schritte fehlen bislang noch wichtige finanzielle Mittel.

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Garten der Wissenschaften

Ein Ort zum Spielen, Entspannen, Staunen und Entdecken

Parallel zur Sanierung wird die Planung für den »Garten der Wissenschaften« fortgesetzt. Ab 2030 soll insbesondere der Innenhof neu gestaltet und in das Museumsangebot integriert werden. Dafür sind in der Haushaltsplanung rund fünf Millionen Euro ab 2029 / 2030 vorgesehen. Die Stadt prüft fortlaufend mögliche Fördermittel.

Der Garten der Wissenschaften soll den Innenhof des Ernemannbaus in einen grünen Erlebnisraum verwandeln. Experimentier- und Spielstationen machen Phänomene aus Wissenschaft und Technik unter freiem Himmel erfahrbar. So entsteht ein Ort, an dem Menschen jeden Alters gemeinsam entdecken, ausprobieren und die Welt um sich herum neu kennenlernen können.

Zugleich bietet der Garten Raum für Erholung, Begegnung und Veranstaltungen. Er soll die Technischen Sammlungen mit dem Stadtraum verbinden und das Haus auch jenseits der Ausstellungen öffnen. Die Umsetzung ist als eigener Baustein der Weiterentwicklung vorgesehen.

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TSD 2030+

Wissenschaft erleben, Technik verstehen, Zukunft gestalten

Die Technischen Sammlungen Dresden wollen künftig noch stärker die Bereiche Science Center und Technikmuseum verbinden. Historische Originalobjekte, interaktive Modelle und Experimente bringen Technikgeschichte, wissenschaftliche Phänomene, aktuelle Forschung und Fragen des Alltags zusammen. In Ausstellungen, Laboren und Werkstätten können Besuchende nicht nur entdecken und verstehen, sondern selbst experimentieren, gestalten und neue Perspektiven entwickeln.

Die energetische Sanierung schafft dafür wichtige Voraussetzungen, reicht allein aber nicht aus. Für die Erneuerung der Infrastruktur im Haus sowie die geplante Neugestaltung der Ausstellungen, Labore und Werkstätten werden weitere Gelder benötigt. Diese Finanzierung ist noch nicht gesichert. Damit die Technischen Sammlungen ihr Zukunftsprofil verwirklichen können, braucht es zusätzliche Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.